Interaktive Tools

Berechne deine persönliche Situation – schnell, kostenlos und ohne Anmeldung.

Basisrente-Steuervorteil berechnen

Berechne, wie viel der Staat von deiner Altersvorsorge übernimmt.

€ / Jahr

Geschätzter Grenzsteuersatz: 37 %

€ / Monat

= 2.400 € / Jahr

Dein Steuervorteil auf einen Blick

Dein Jahresbeitrag

2.400 €

Steuererstattung (geschätzt)

- 888 €

Dein Netto-Eigenaufwand

1.512 €

pro Jahr

Der Staat übernimmt ca.37 %
Dein Anteil: 63 %Staat: 37 %

ℹ️ Als Angestellter wird dein geschätzter GRV-Beitrag von ca. 5.115 € angerechnet. Verbleibender Rürup-Spielraum: 25.711 €.

⚠️ Hinweis: Keine Steuerberatung! Diese Berechnung ist eine Näherung. Für rechtlich verbindliche Details wende dich bitte an deine/n Steuerberater/in.

💡 Was, wenn du deine Steuererstattung reinvestierst?

Du bekommst jährlich ca. 888 € vom Finanzamt zurück. Wenn du das direkt in einen ETF-Sparplan steckst (74 €/Monat bei 7 % Rendite), ergeben sich:

  • 📅 15 Jahre:ca. 23.592 €
  • 📅 35 Jahre:sogar ca. 134.055 €
📈 Steuererstattung als ETF-Sparrate berechnen (74 €/Monat)

💬 Strategisch denken

Steuerliche Effekte sind ein genialer Hebel beim Vermögensaufbau. Wenn du erfahren willst, wie die strategischen Bausteine dahinter aussehen, buche dir gerne einen Termin oder komm direkt auf mich zu.

Wie hoch ist dein persönlicher Steuervorteil wirklich?

In einem kurzen, kostenlosen Gespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation – ohne Druck und ohne Verpflichtung.

Was ist eine Basisrente?

Die Basisrente und die Rürup-Rente bezeichnen dieselbe Form der Altersvorsorge: eine steuerlich besonders begünstigte private Vorsorge, die lebenslange Rentenzahlungen vorsieht. Der Name „Rürup" geht auf den Ökonomen Bert Rürup zurück, der die Grundzüge dieses Vorsorgemodells entwickelt hat.

Die Basisrente gehört – wie die gesetzliche Rente – zur ersten Schicht der Altersvorsorge. Ihre Kernmerkmale:

  • Steuerlich geförderte private Altersvorsorge – Beiträge sind innerhalb der Höchstbeträge als Sonderausgaben abziehbar.
  • Lebenslange Rentenzahlung – die Auszahlung erfolgt als Rente, nicht als freie Kapitalsumme.
  • Mögliche fonds- oder ETF-orientierte Anlage – je nach Vertrag kann das Kapital am Kapitalmarkt investiert werden.
  • Besondere Bedeutung für Selbstständige und Freiberufler – für sie ist die Basisrente oft die einzigeForm großer steuerbegünstigter Altersvorsorge, weil sie keinen Zugang zur betrieblichen Vorsorge haben.
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit – das angesparte Kapital ist nicht frei verfügbar, sondern für die Rente gebunden.

So berechnet der Rechner deinen möglichen Steuervorteil

Der Rechner oben berücksichtigt vier Eingaben und leitet daraus den steuerlichen Effekt ab:

  • Familienstand – bestimmt, ob der Höchstbetrag für Alleinstehende oder für gemeinsam Veranlagte gilt.
  • Berufsstatus – bestimmt, ob und welche Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung den Rahmen reduzieren.
  • Zu versteuerndes Einkommen – daraus schätzt der Rechner deinen Grenzsteuersatz ab.
  • Monatlicher und jährlicher Beitrag – der Betrag, den du in die Basisrente einzahlen möchtest.

Anschließend vergleicht der Rechner deinen Jahresbeitrag mit dem verfügbaren Höchstbetrag, abzüglich der angerechneten Rentenversicherungsbeiträge, und multipliziert den anrechenbaren Betrag mit dem Grenzsteuersatz. Das Ergebnis zeigt deine geschätzte Steuerentlastung und den verbleibenden Netto-Eigenaufwand.

Grenzsteuersatz oder Durchschnittssteuersatz? Der Grenzsteuersatz ist der Steuersatz, der auf den zuletzt verdienten Euro entfällt – er ist maßgeblich, weil deine Basisrenten-Beiträge genau diese oberste Einkommensschicht entlasten. Der Durchschnittssteuersatz gibt dagegen nur das Verhältnis von Gesamtsteuer zu Gesamteinkommen an und würde den Effekt systematisch unterschätzen.

Rechenbeispiel: 200 Euro monatlich bei 55.000 Euro Einkommen

Mit den Standardwerten des Rechners ergibt sich: Ein monatlicher Beitrag von 200 Euro ergibt einen Jahresbeitrag von 2.400 Euro. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 55.000 Euro liegt der geschätzte Grenzsteuersatz bei 37 Prozent.

Daraus ergibt sich eine geschätzte Steuerentlastung von rund 888 Euro pro Jahr – dein Netto-Eigenaufwand liegt damit bei rund 1.512 Euro pro Jahr. Der Staat beteiligt sich am Beitrag also mittelbar über die Entlastung in deiner Steuererklärung.

Wichtige Einschränkung: Die tatsächliche steuerliche Wirkung hängt von deiner individuellen Steuererklärung ab – von weiteren Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen und deinem Gesamteinkommen. Der Rechner liefert eine Näherung, kein verbindliches Steuerergebnis.

Was passiert, wenn du die Steuererstattung wieder investierst?

Die Idee ist einfach: Wenn deine Basisrente dir im Jahresverlauf eine Steuerentlastung von einigen Hundert Euro beschert, kannst du diesen Betrag zusätzlich investieren – statt ihn einfach auszugeben. Über lange Zeiträume kann diese Wiederanlage spürbaren zusätzlichen Vermögensaufbau bewirken, weil auch auf diesen Betrag der Zinseszinseffekt wirkt.

Der Rechner oben verknüpft diese Überlegung direkt mit dem ETF-Sparplan-Rechner: Die geschätzte jährliche Entlastung wird als monatliche Sparrate vorgeschlagen, sodass du sofort siehst, was daraus über die Jahre werden kann.

Hinweis zur Renditeannahme: Auch dort sind 7 Prozent pro Jahr nur eine Modellannahme – keine Garantie und keine Vorhersage. Tatsächliche Ergebnisse können höher oder niedriger ausfallen, zwischenzeitliche Verluste sind möglich.

Stand: 2026

Wie viel Basisrente ist 2026 steuerlich absetzbar?

Für das Jahr 2026 gilt ein Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen im Bereich der Basisversorgung von 30.826 Euro für Alleinstehende und 61.652 Euro bei gemeinsamer Veranlagung.

Entscheidend ist aber der verfügbare Rahmen: Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu bestimmten berufsständischen Versorgungswerken werden auf diesen Höchstbetrag angerechnet und reduzieren ihn entsprechend. Für Angestellte mit ordentlichem Einkommen bleibt vom Höchstbetrag deshalb oft nur ein kleinerer Spielraum – genau diese Rechnung führt der Rechner oben automatisch aus.

Für wen kann sich eine Basisrente besonders lohnen?

Die Basisrente ist kein Allzweckwerkzeug – aber für bestimmte Situationen kann sie eine mögliche Ergänzung deiner Vorsorgestrategie sein:

Selbstständige

Ohne Arbeitgeber und ohne betriebliche Vorsorge ist die Basisrente oft der einzige große steuerlich begünstigte Vorsorgebaustein – besonders attraktiv, wenn gleichzeitig hohe Grenzsteuersätze anfallen.

Freiberufler

Ähnlich wie Selbstständige – bei Freiberuflern mit berufsständischem Versorgungswerk reduziert allerdings der Werkbeitrag den verfügbaren Höchstbetrag deutlich.

Gut verdienende Angestellte

Auch Angestellte können Basisrenten-Beiträge absetzen – die Beiträge zur gesetzlichen Rente schmälern den Rahmen aber bereits. Ob der verbleibende Spielraum attraktiv ist, hängt vom individuellen Grenzsteuersatz ab.

Personen mit berufsständischem Versorgungswerk

Hier greift dieselbe Anrechnungslogik: Die Werkbeiträge belegen den Höchstbetrag vor – übrig bleibt ein entsprechend kleinerer Spielraum für zusätzliche Basisrenten-Verträge.

Menschen mit schwankendem Einkommen

Die Basisrente erlaubt – je nach Vertrag – flexible Zuzahlungen. In guten Jahren kannst du mehr einzahlen und die steuerliche Entlastung gezielt in Phasen hohen Einkommens nutzen.

Personen mit größerer Einmalzahlung

Erbschaft, Bonus oder Verkaufserlös: Solche Beträge können – innerhalb des Höchstbetrags – als Zuzahlung in die Basisrente fließen und im Jahr der Zahlung steuerlich wirksam werden.

Alle Aussagen beschreiben mögliche Eignungen – keine pauschalen Empfehlungen. Ob die Basisrente in deiner Situation passt, hängt von Einkommen, Steuersatz und Vorsorgezielen ab.

Vorteile und Nachteile der Basisrente

Vorteile

  • Steuerliche Absetzbarkeit innerhalb der gesetzlichen Grenzen
  • Lebenslange Rentenzahlung
  • Je nach Vertrag fonds- oder ETF-orientierte Anlage möglich
  • Mögliche flexible Zuzahlungen
  • Langfristige Altersvorsorge mit Verbindlichkeitscharakter

Nachteile

  • Normalerweise keine freie Kapitalauszahlung
  • Nicht wie ein Depot kündbar und auszahlbar
  • Eingeschränkte Vererbbarkeit
  • Spätere Rentenzahlungen sind steuerpflichtig
  • Kosten und Vertragsbedingungen müssen geprüft werden
  • Geringere Flexibilität als bei einem frei verfügbaren Depot

Die Abwägung zeigt das Kern-Dilemma: Die steuerliche Förderung erkauft man sich mit Bindung. Für dein Wunsch-Ruhestand kann beides eine Rolle spielen – Flexibilität heute und lebenslange Zahlungen später. Wenn du deine persönliche Rentenlücke berechnet hast, lässt sich besser einordnen, wie viel von beidem du brauchst.

Basisrente, ETF-Sparplan oder Altersvorsorgedepot?

Drei Vorsorgebausteine, drei unterschiedliche Charaktere. Der folgende Vergleich ordnet die wichtigsten Kriterien:

KriteriumBasisrenteFreier ETF-SparplanAltersvorsorgedepot
Steuerliche Förderung in der AnsparphaseBeiträge als Sonderausgaben absetzbar (innerhalb Höchstbetrag)Keine SonderförderungGeplante staatliche Förderung ab 2027 (Zulagen)
Staatliche ZulagenKeine Zulagen, Wirkung über SteuerKeineZulagen nach dem geplanten Fördersystem ab 2027
VerfügbarkeitStark eingeschränkt, Kapital ist gebundenJederzeit verfügbarEingeschränkt, an Förderregeln gebunden
KapitalauszahlungNormalerweise nicht vorgesehenJederzeit möglichNur unter den vorgesehenen Voraussetzungen
Lebenslange RenteJa, zentrale VertragsideeNur über eigenen Vermögensverzehr bzw. EntnahmestrategieJe nach Ausgestaltung vorgesehen
VererbbarkeitEingeschränkt, je nach VertragVolle VererbbarkeitNach den vorgesehenen Regeln
AnlagefreiheitJe nach Vertrag, teils ETF-orientiertVolle Freiheit bei der ProduktauswahlAn die Förderbedingungen gebunden
Typische ZielgruppeSelbstständige, Gutverdiener mit hohem GrenzsteuersatzAlle, die Flexibilität schätzenGeförderte private Altersvorsorge ab 2027

Details zu den Modellrechnungen findest du im ETF-Sparplan-Rechner und im Altersvorsorgedepot-Rechner.

Was kann sich 2027 und 2028 ändern?

  • Höchstbeträge: Die steuerlichen Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen können jährlich angepasst werden. Die Werte oben gelten für 2026 – für spätere Jahre musst du die dann gültigen Beträge prüfen.
  • Besteuerungsanteile: Der Besteuerungsanteil neuer Rentnerjahrgänge steigt schrittweise weiter an – das betrifft die Besteuerung deiner späteren Basisrente.
  • Gesetzliche Änderungen: Neue oder geänderte Regelungen werden hier erst nach verbindlicher Veröffentlichung übernommen – nicht auf Basis politischer Diskussionen.
  • Reformen anderer Vorsorgeprodukte: Auch wenn die Riester-Förderung durch das geplante Altersvorsorgedepot ab 2027 ersetzt wird – die Basisrente ist davon unabhängig und wird durch eine solche Reform nicht automatisch verändert.

Wie hoch ist dein persönlicher Steuervorteil wirklich?

Der Rechner liefert eine erste Orientierung. In einem persönlichen Gespräch können wir prüfen, wie sich Einkommen, bestehende Rentenbeiträge, Laufzeit und gewünschte Flexibilität auf deine Vorsorgestrategie auswirken.

Häufige Fragen zur Basisrente (FAQ)

Quellen

Über den Autor: Lukas Naumann

Lukas Naumann ist Finanzberater und begleitet Menschen in ganz Deutschland digital bei den Themen Altersvorsorge, Vermögensaufbau, ETF-Investments und Absicherung der eigenen Arbeitskraft. Ziel seiner Rechner und Ratgeber ist es, komplexe Finanzthemen verständlich und nachvollziehbar darzustellen.

Mehr über Lukas Naumann erfahren

Die dargestellten Berechnungen und Inhalte dienen der allgemeinen Information und stellen keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung dar. Ergebnisse können durch persönliche, steuerliche, gesetzliche und wirtschaftliche Faktoren abweichen.

base44
Edit with Base44